Die Frage nach dem Antrieb stellt sich beim Hofladerkauf inzwischen fast immer. Elektro-Hoflader sind in den letzten Jahren ausgereift und preislich näher an den Diesel gerückt. Trotzdem gibt es klare Fälle für die eine und die andere Seite.
Wann Elektro die bessere Wahl ist
Geschlossene Räume. In Gewächshäusern, Hallen, Tiefgaragen, Lagerräumen und Ställen mit schlechter Belüftung ist ein Dieselmotor ein Problem für Mensch und Tier. Der Elektro-Hoflader arbeitet abgasfrei und ist dort oft die einzige zulässige Maschine.
Lärm. Pferdeställe, Wohngebiete, Friedhöfe, Kommunalbetriebe in der Innenstadt: Ein Elektrolader ist beim Arbeiten kaum lauter als ein Gabelstapler. Frühmorgens füttern, ohne die Nachbarschaft zu wecken, ist damit möglich.
Kurze, häufige Einsätze. Ein Dieselmotor, der zehnmal am Tag für fünf Minuten läuft, wird nie warm – das schadet Motor und Partikelfilter. Der Elektroantrieb hat damit kein Problem.
Betriebskosten. Kein Ölwechsel, keine Filter, kein Kraftstofflager, keine Vorglühzeit. Die Energiekosten pro Betriebsstunde liegen bei eigener PV-Anlage nahe null.
Wann Diesel die bessere Wahl bleibt
Lange Einsätze am Stück. Wer den ganzen Tag Silage schiebt oder einen Anhänger nach dem anderen belädt, braucht die Dauerleistung des Diesels. Ein Akku hält je nach Fahrweise vier bis sechs Stunden Arbeit, dann muss er laden.
Wechselnde Einsatzorte. Auf Außenflächen ohne Stromanschluss, auf Baustellen oder bei Lohnunternehmern mit mehreren Höfen ist Diesel schlicht praktischer.
Schwere Lasten. Die Elektroversionen gibt es bei LGC in der 1.200- bis 1.600-kg-Klasse. Wer 1.800 kg oder mehr heben muss, landet beim Diesel (LG38, LG58).
Kälte. Akkus verlieren bei Frost Kapazität. Im unbeheizten Stall bei minus zehn Grad reicht die Laufzeit spürbar kürzer.
Die LGC-Elektromodelle
Elektrisch bieten wir derzeit den LG20 (1.200 kg Hubkraft, offener Fahrerstand) und den LG20s (1.600 kg Hubkraft, mit Kabine) an. Beide sind 1.198 mm breit und damit stalltauglich, fahren 20 km/h und nehmen dieselben Anbaugeräte wie die Dieselversionen. Geladen wird an einer normalen Steckdose oder schneller an Drehstrom.
Was wir Kunden raten
Rechnen Sie Ihre tägliche Einsatzzeit ehrlich zusammen. Unter vier Stunden am Tag, überwiegend auf dem eigenen Hof, mit Stromanschluss in der Nähe: Elektro ist eine sehr gute Wahl. Mehr als fünf Stunden am Stück, Außeneinsätze, schwere Lasten: Diesel. Viele Betriebe fahren inzwischen beides – einen Elektrolader für Stall und Halle, einen Diesel für draußen. Beide Varianten stehen bei uns in Steinfurt nebeneinander zur Probefahrt.
Fragen zu einem konkreten Einsatz beantworten wir unter 02551 704990 oder info@lgc-maschinen.de. Alle LGC-Lader stehen in 48565 Steinfurt zur Vorführung bereit; auf Wunsch kommen wir mit der Maschine zu Ihnen auf den Hof.
