Hoflader mit Teleskoparm: Wann lohnt sich der Teleskop?

Ballen in der dritten Reihe, hohe Anhänger, Arbeiten über Mauern: Wann der Teleskoparm beim Hoflader den Aufpreis wert ist und wann die Standardversion die bessere Wahl bleibt.

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Fast jedes LGC-Modell gibt es in zwei Varianten: mit normalem Hubgerüst und als Teleskopversion mit dem Zusatz „T“. Der Teleskoparm lässt sich hydraulisch ausfahren und bringt die Last weiter nach vorne und höher nach oben. Das klingt nach einem klaren Vorteil, ist es aber nicht für jeden Betrieb.

Was der Teleskoparm bringt

Der entscheidende Wert ist die Hubhöhe. Ein normaler Hoflader der 1.000-kg-Klasse stapelt Rundballen zweifach, manchmal knapp dreifach. Mit Teleskoparm sind drei bis vier Reihen möglich, je nach Ballendurchmesser. Dazu kommt die Reichweite nach vorne: Der Lader belädt einen hohen Anhänger oder Kipper von der Seite, ohne dass er mit den Vorderrädern an die Bordwand muss. Beim Beladen über Silowände, Container oder Gartenmauern ist der Teleskoparm oft die einzige praktikable Lösung.

Typische Einsätze, bei denen sich der Teleskop bezahlt macht:

  • Heu- und Strohlager mit hohen Stapeln
  • Beladen von Dreiseitenkippern und Hochbord-Anhängern
  • Big Bags auf LKW oder Container heben
  • Befüllen von Futtermischwagen
  • Arbeiten über Zäune, Mauern und Silowände hinweg

Was der Teleskoparm kostet – nicht nur Geld

Der Aufpreis für die Teleskopversion liegt je nach Modell im unteren vierstelligen Bereich. Wichtiger als der Preis sind drei technische Punkte:

  1. Hubkraft bei ausgefahrenem Arm. Die angegebene Hubkraft gilt für den eingefahrenen Arm. Ausgefahren sinkt die Tragfähigkeit deutlich, weil der Hebel länger wird. Wer regelmäßig 1.000 kg in voller Reichweite heben will, braucht eine Klasse mehr Maschine.
  2. Eigengewicht. Teleskopversionen sind schwerer, der LG28t wiegt zum Beispiel 3.500 kg statt 3.000 kg beim normalen LG28. Das ist auf weichem Boden und empfindlichem Pflaster ein Nachteil.
  3. Wartung. Ein zweites Hydrauliksystem mit Gleitstücken und Schläuchen im Arm – nicht kompliziert, aber ein Wartungspunkt mehr.

Die LGC-Teleskopmodelle im Überblick

  • LG16T – 800 kg, 1.000 mm Breite: der schmalste Teleskoplader, für enge Pferde- und Schafställe
  • LG19t – 1.000 kg, 1.150 mm: die Mittelklasse, meistverkaufte Teleskopvariante
  • LG20t und LG22t – 1.200 kg, 1.198 mm: Standard für Milchvieh- und Biogasbetriebe, LG22t mit stärkerem Yanmar-Motor
  • LG28t – 1.500 kg: für schwere Siloballen und Big Bags
  • LG38t – 1.800 kg mit Kabine: die stärkste stalltaugliche Teleskopmaschine
  • LG58T – 3.000 kg, 2.040 mm breit: eigentlich ein Teleskop-Radlader für Bauhof und Recycling
  • LGS23T – 700 kg Kompaktlader mit Stehplatz für GaLaBau und Baustelle

Unsere Empfehlung

Wenn Sie heute schon zweimal im Jahr denken „jetzt fehlen mir 50 Zentimeter“, nehmen Sie den Teleskop. Wenn Ihre Lasten überwiegend auf dem Boden oder auf Hängerhöhe bewegt werden – Mist, Futter, Paletten in der Halle –, ist die Standardversion günstiger, leichter und wendiger. Im Zweifel: Kommen Sie zur Vorführung nach Steinfurt und stapeln Sie selbst ein paar Ballen. Beide Varianten stehen nebeneinander.

Fragen zu einem konkreten Einsatz beantworten wir unter 02551 704990 oder info@lgc-maschinen.de. Alle LGC-Lader stehen in 48565 Steinfurt zur Vorführung bereit; auf Wunsch kommen wir mit der Maschine zu Ihnen auf den Hof.

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